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Über St. Antonius

Ein historischer Schritt für die katholische Kirche im Essener Westen: Am 1. April ist die neue Pfarrei St. Antonius gegründet worden. Mit 33.000 Katholiken ist sie jetzt die größte der zehn neuen Pfarren in Essen. In St. Antonius haben sich die bisherigen Pfarreien St. Antonius (Frohnhausen), St. Mariä Empfängnis (Holsterhausen), Zur Heiligen Familie (Margarethenhöhe), St. Elisabeth (Frohnhausen), St. Mariä Himmelfahrt (Altendorf) sowie die polnische Gemeinde an St. Clemens Maria Hofbauer (Altendorf) zusammengeschlossen. Den Gründungsgottesdienst feiert(e) Weihbischof Franz Grave mit den Gläubigen am 18. April um 18 Uhr in der Kirche St. Antonius.

Wie es dazu kam?
Bischof Genn musste aus Geld- und Priestermangel im Januar 2006 verkünden, dass die vorher noch 58 Essener Gemeinden zu zehn Pfarreien zusammengelegt und 24 von 80 Kirchen aufgeben werden. Mit Errichtung der Pfarreien ist eine bisher beispiellose Zusammenlegung im jetzt 50-jährigen Bistum Essen abgeschlossen. Dabei wird sich für die Katholiken in Altendorf, Frohnhausen, Holsterhausen, Essen-West und auf der Margarethenhöhe, die jetzt zu einer Pfarrei gehören, einiges ändern.

So werden sich die Gläubigen etwa an neue Gottesdienstzeiten gewöhnen: Fünf Wochenend--Gottesdienste müssen wegfallen. Der neue Gottesdienstplan, der im Mai in Kraft tritt, garantiert aber in jeder Gemeinde eine Sonntagsmesse.
Verabschieden müssen sich die Gläubigen auch von mindestens zwei Kirchen. Denn für vier auf dem Pfarrgebiet liegende Gotteshäuser kann das Bistum ab 2009 keine Finanzmittel mehr zur Verfügung stellen. So werden St. Mariä Geburt (Frohnhausen) und St. Stephanus (Holsterhausen) in jedem Fall die Pforten schließen. Für St. Anna und St. Augustinus haben die Verantwortlichen Hoffnung auf eine weitere Nutzung.

Mitmachen ist angesagt
„Den Gürtel enger schnallen“ – das gilt auch weiterhin für die einzelnen Gemeinden: Bereits für das Jahr 2008 gibt es deutlich weniger Geld. Weniger Finanzen heißt mehr Ehrenamt. Ob Küster- oder Hausmeisterdienste, ob Blumenschmuck oder Kirchenmusik, ob Dienst im Pfarrbüro oder auch die Reinigung von Gemeindezentren: „Wir müssen alle zusammen überlegen, welche Tätigkeiten, die in Zukunft nicht mehr durch Angestellte erledigt, ehrenamtlich übernommen werden können“, so Pfarrer Ludger Blasius.

Der neue „Groß-Pfarrer“ leitet auch das Pastoralteam. Für unsere Pfarrei wird es einen Kirchenvorstand geben, der nach der Gründung gewählt werden muss; außerdem einen Pfarrgemeinderat, der sich paritätisch aus den Räten der Gemeinden in der Pfarrei zusammensetzt. Die Geistlichen, die zukünftig nicht mehr Pfarrer, sondern Pastöre sind und entsprechend weniger Verwaltungstätigkeiten haben, können vermehrt seelsorglich arbeiten. In der Pfarrei werden sich künftig fünf Priester, fünf Gemeindereferentinnen und ein Pastoralreferent um die Schäfchen kümmern.

Erste Schritte auf einem langen Weg

Weitere Kirchen, Kindergärten – in den meisten Angelegenheiten hat die Pfarrei die Möglichkeit, selber zu entscheiden, wie sie ihre Zukunft gestaltet. Zwar konnten die Koordinierungsausschüsse in allen Pfarreien in den letzten zwei Jahren viel vorbereiten, „aber die eigentliche Arbeit in den Gemeinden beginnt erst“, so Pfarrer Blasius.
Er sieht aber frohen Mutes in die Zukunft: „Ich bin sicher, dass wir die Herausforderungen bewältigen. Es gibt keine Blockaden, sondern eine Offenheit, eine Bereitschaft, das Beste draus zu machen. Das sind eben die Leute hier im Essener Westen. Wir sind Antonius – das heißt nicht einer alleine, und vor allem nicht ich, sondern wir alle sind gemeinsam.

Was passiert mit den bisherigen Pfarrgemeinderäten?
Die Pfarrgemeinderäte werden zu Gemeinderäten, die jeweils - entsprechend der Größe der Gemeinde - Vertreter zum Pfarrgemeinderat der Großpfarrei entsenden. Die Gemeinderäte unterstützen und koordinieren das Gemeindeleben. Neu ist, den Blick auf die anderen Gemein den der Großpfarrei zu weiten, Synergien und Netzwerke herzustellen. Beispiele: Eine gemein same Wallfahrt, ein Prediger-Austausch, Tage der Offenen Tür oder die Koordination der Pfarrfest-Termine der Gemeinden, damit sie nicht am sel ben Tag stattfinden.

Was passiert mit den Katholischen Kindergärten?
Die Einrichtungen an der Liebigstraße in Frohn hausen und an der Schmitzstraße in Altendorf werden aufgegeben. Der Termin steht noch nicht fest, aber es werden keine weiteren Kinder mehr aufgenommen. Diese Schließungen stehen nicht im Zusammenhang mit der Gründung der Großpfarrei, sondern sind schon seit fünf Jahren im Gespräch. Alle anderen Kindergärten bleiben so bestehen.

Wir, zusammen auf dem Weg mit IHM. Was soll da schief gehen?“

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